Deka Fonds Erfahrungen – Top Investment oder gibt es noch Besseres?

Die Sparkassen genießen einen exzellenten Ruf in Deutschland. Viele Anleger vertrauen den Empfehlungen ihres Beraters. Das machen diese sich zunutze: Es werden bevorzugt Produkte der Fondstochter Deka empfohlen. Leider gelingt es ihr kaum, eine hohe Rendite zu erzielen. Wie sehen meine Deka Fonds Erfahrungen aus?

 

Das Erfolgsgeheimnis der Deka-Gruppe

Die Deka-Gruppe ist das Wertpapierhaus der deutschen Sparkassen. Mehr als 100 Milliarden Euro sind in Fonds angelegt. Der Erfolg lässt sich schnell erklären: Als Vertriebspartner dienen die Sparkassen und Landesbanken. Durch ihre hohe Bekanntheit lassen sich die Fonds leicht vermarkten.

In Tests fallen die Deka Fonds Erfahrungen meistens negativ aus. Qualitativ belegt die Gesellschaft einen der letzten Plätze, andere Fondsanbieter schneiden deutlich besser ab.

Eine Auswertung des Analysehauses Morningstar zeigt: Unter 50 Fondsgesellschaften belegt die Deka nur den 46. Platz. Ali Masarwah, ein Analyst der Morningstar, findet die passenden Worte. “Hat eine Gesellschaft einen exklusiven Vertriebskanal, ist sie nicht so stark gezwungen, auf die Qualität ihrer Fonds zu achten.”

Und hier – beim exklusiven Vertriebskanal – weiß die Deka durchaus zu punkten! Selbst in kleinen Dörfern gibt es Filialen der Sparkassen. Zuerst bieten die Berater ihren Kunden Deka Fonds an. Da sich die wenigsten Verbraucher mit Finanzprodukten auskennen, vertrauen sie der Empfehlung des Sparkassen-Mitarbeiters.

Mit leichtem Spott zählt die Wirtschaftswoche die größten Deka-Erfolge auf: So hat sie den zweiten Platz beim “1822 Frühjahrscup” erzielt. Leider gibt es für diesen wichtigen Wettbewerb keine Webseite. Daher konnte ich nicht herausfinden, um welche Sportart es sich handelt.

1988 konnte die Deka einen grandiosen Erfolg mit dem Ehrenpokal beim Seminarkegeln landen. Immerhin scheint es in sportlicher Hinsicht gut zu laufen. Was alles andere als gut läuft, sind die jährlichen Fondsrenditen. Das zeigen die Deka Fonds Erfahrungen.

 

Hohe Gebühren fürs Nichtstun

Die Deka wirbt mit “Neue Perspektiven für Ihr Geld”. Da hat die Europäische Wertpapieraufsicht ESMA andere Ansichten. Jeder siebte europäische Aktienfonds soll an einem Index “kleben”.

Das bedeutet: Die Fonds entwickeln sich fast parallel zu ihrem Basiswert. Man muss genau hinsehen, um einen Unterschied zu erkennen. Manche Manager machen es sich leicht und bilden einfach einen bekannten Index nach. Ob das auch auf meine Deka Fonds Erfahrungen zutrifft? Wir werden es sehen.

Zur Erklärung: Im Deutschen Aktienindex (DAX) sind 30 bedeutende Unternehmen vertreten. Der Index konnte in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche Rendite von 8,5 % p.a. (von dem Lateinischen “per annum”, pro Jahr) erzielen.

Um das Risiko zu senken, nimmt der Manager einen Großteil der Aktien des DAX in seinen Fonds auf. So ergibt sich eine ähnliche – aber schlechtere – Performance als beim Index. Denn der Fondsmanager verlangt für seine “Arbeit” Gebühren. Diese Unkosten schmälern die Rendite deutlich.

Im Schnitt kosten aktive Fonds ungefähr 1,5 % an jährlichen Gebühren. Bei der Deka stehen mehrere Fonds unter Verdacht, nur den Index nachzubilden. Sie werden auch “Index Huggers” genannt, da sie einen Index “umarmen”. Das bedeutet: Es gibt kaum Unterschiede zwischen beiden Chartbildern.

Es ist sehr schwer, einem Manager zu wenig Aktivität nachzuweisen. Doch das Analysehaus Morningstar sieht AriDeka und DekaFonds als mögliche Index Huggers an. Der Fondsmanager wird quasi fürs Nichtstun bezahlt.

Und das nicht gerade schlecht: Bei einer Anlagesumme von 20.000 Euro fließen 300 Euro pro Jahr an die Verwaltung. Ich finde, das sind keine positiven Deka Fonds Erfahrungen. Für mein Geld erwarte ich regelmäßige Aktivität, denn sonst könnte ich ja gleich den Index kaufen. Und zwar zu bedeutend weniger Gebühren.

 

Wie gut schneiden Deka Fonds ab?

AriDeka und DekaFonds sind zwei beliebte Anlageprodukte. Ich möchte sie genau unter die Lupe nehmen und meine Deka Fonds Erfahrungen mit Ihnen teilen. Anhand der WKN (Wertpapierkennnummer) können Sie den richtigen Fonds finden.

 

1. AriDeka (WKN 847451)

Die Total Expense Ratio (TER) zeigt Ihnen an, wie hoch die jährlichen Kosten eines Fonds ausfallen. Bei dieser Kennziffer fehlt der Ausgabeaufschlag, den Sie beim Kauf bezahlen müssen. Depotgebühren können ebenfalls erhoben werden.

AriDeka hat eine TER von 1,43 % und einen Ausgabeaufschlag von 5,26 %. Bei einem Investment von 10.000 Euro gehen 526 Euro für den Aufschlag verloren. Als Anleger starten Sie also mit 9.474 Euro und nicht mit 10.000 Euro, wie es manche Börsenanfänger denken.

Als Benchmark dient der MSCI Europe. An diesem Basiswert muss sich der Deka Fonds messen. Der Index besteht aus 446 Aktien von 15 europäischen Industrieländern.

Leider fallen meine Deka Fonds Erfahrungen negativ aus: Im MSCI Europe sind Nestlé, Roche, Novartis und HSBC die größten Positionen. Die höchsten Anteile in AriDeka bestehen auch aus diesen Aktien. Das spricht für einen Index Hugger.

Anlageinfo

Aktienfonds sind langfristig orientierte Finanzprodukte. Aufgrund des Ausgabeaufschlags sollte man 10 Jahre oder länger investiert bleiben. Besser sind sogar über 20 Jahre, da sich Indizes langfristig positiv entwickeln. Später erkläre ich Ihnen die wichtigsten Fakten rund um Indizes.

Nach 10 Jahren hängt die Gesamtrendite von AriDeka um über 20 % zurück. Das Chartbild erinnert sehr stark an den MSCI Europe. Von 2007 bis 2009 ist es fast eine identische Kopie der Benchmark. Seit 2010 hinkt AriDeka seinem Vergleichswert immer mehr hinterher.

Das ist wohl durch die hohen Fondsgebühren zu erklären. Aktuell notiert der Fonds 10 % über dem Kursniveau von 2007. Zum Vergleich: In den letzten 10 Jahren konnte sich der DAX um über 60 % steigern.

Als langfristige Geldanlage ist dieser Fonds durchgefallen. Er hat zwar Gewinne erzielt, aber sie fallen relativ gering aus. Der Basiswert MSCI Europe hätte Ihnen nach 10 Jahren eine Rendite von rund 35 % beschert. AriDeka lediglich 10 %. Die Deka Fonds Erfahrungen sprechen gegen ein Investment in AriDeka.

 

2. DekaFonds (WKN 847450)

Der Ausgabeaufschlag liegt bei 5,26 %. Die Verwaltung erhält 1,43 % (TER) pro Jahr für ihre Dienste. Es geht genauso viel Geld wie beim AriDeka verloren: Ein Investment von 10.000 Euro reduziert sich sofort auf 9.474 Euro.

Zusätzlich müssen Sie die jährliche TER von diesem Betrag abziehen. Als Benchmark dient der HDAX, welcher aus allen 110 Aktien der DAX-Familie (DAX, MDAX – Mittelstand, TecDAX – Technologie) besteht.

Seit 2007 konnte DekaFonds den HDAX um knappe 20 % schlagen. Hier sind die Deka Fonds Erfahrungen etwas positiver. Als Anleger sollten Sie auch auf die Benchmark achten: Kaum ein Aktionär würde in den HDAX investieren. Die meisten setzen auf den “echten” DAX, der ständig im TV läuft.

Dieser hat sich um 25 % besser entwickelt als DekaFonds. Ein passiver Indexfonds (ETF) auf den HDAX ist eine absolute Seltenheit.

Der tatsächliche Gewinn auf Ihrem Konto fällt deutlich niedriger aus. Wegen dem Ausgabeaufschlag müssen Sie rund 5 % von der Rendite abziehen. Die Mehr-Performance von 20 % reduziert sich auf 15 Prozent. Leider fressen die hohen Gebühren einen großen Teil der Gewinne (falls es welche gibt) auf.

Ein passiver Indexfonds auf den DAX hätte sich auch hier bezahlt gemacht.

 

Deka Fonds: Ein Top Investment für Anleger?

Die Deka Fonds Erfahrungen sind alles andere als positiv. Leider kleben die Aktienfonds zu stark an ihrer Benchmark. Häufig schaffen sie es nicht einmal, sie zu übertreffen. In vielen Fällen hätte ein bekannter Index besser abgeschnitten.

Manche Anleger suchen nach exotischen Investments, aber das ist gar nicht notwendig. Es braucht keinen HDAX, um eine hohe Performance zu erzielen.

Der DAX konnte in den letzten 25 Jahren eine Rendite von 8,5 % p.a. erreichen. Beim Dow Jones liegt dieser Wert bei 9,7 %. Auf 9,4 % bringt es der S&P 500. Im MSCI World sind es immerhin 7,2 % pro Jahr. Es gibt keine Garantie, dass sich diese Entwicklung wiederholt.

Doch die Chancen stehen hoch für eine ähnliche Performance. Dafür müssen Sie mindestens 20 Jahre investiert bleiben. Die historische Rendite ist ein Durchschnittswert: Ein Jahr können es 20 % und dann -5 % sein. Unter dem Strich stehen 7,5 % für beide Jahre.

Es ist besser, auf einen Index zu setzen. Die höhere Rendite ergibt sich aus den niedrigen Gebühren. Bei passiven ETFs (Exchange Traded Funds) entfällt der Ausgabeaufschlag. So hätten Sie die 5,26 % meiner Deka Fonds Erfahrungen gespart.

Außerdem liegt die TER teils bei 0,1 % oder niedriger, beim ComStage DAX TR UCITS ETF (WKN ETF001) sind es 0,08 %. AriDeka verlangt von seinen Investoren 1,43 % – das ist fast die 18-fache Geldsumme! Und das Jahr für Jahr.

Angenommen, Sie möchten 10.000 Euro anlegen. AriDeka kostet Sie 526 Euro an Ausgabeaufschlag, im Anschluss sind es 135 Euro an jährlichen Gebühren. ComStage DAX hingegen schlägt mit 8 Euro pro Jahr zu Buche. Die horrenden Kosten sind ein wichtiger Grund, warum meine Deka Fonds Erfahrungen so negativ ausfallen.

 

Bessere Wahl: ETFs statt gemanagte Fonds

Die Fonds der Deka-Gruppe orientieren sich zu sehr an ihrer Benchmark. Daher sprechen sich Morningstar-Analysten für ETFs aus. Man sollte lieber gleich auf den “reinen” Index setzen. Sonst geben Sie unnötig Geld für ein teures Management aus. Das ist ein Ergebnis meiner Deka Fonds Erfahrungen.

Ein ETF bildet seinen Basiswert 1:1 nach. Steigt der Dow Jones um 4,8 %, gilt das auch für den Indexfonds. Wegen der niedrigen Gebühren geht kaum Geld verloren. Aktive Fondsmanager müssen jährlich im Schnitt an die 1,5 % aufholen.

Auf Dauer kann das kaum klappen. Das beweist die SPIVA-Studie des Konzerns S&P Dow Jones Indices. Nach 10 Jahren entwickeln sich 86,3 % der Europa-Fonds schlechter als ihr Index.

Online-Broker wie die Consorsbank machen ETFs noch attraktiver. Auf einige Fonds werden gratis Sparpläne angeboten. Da das Depot kostenlos ist, bleiben am Ende nur die jährlichen Gebühren übrig. Bei viel gehandelten Indizes ist eine TER von unter 0,2 % keine Seltenheit.

 

Souverän investieren mit Indexfonds

Meine Deka Fonds Erfahrungen werfen kein so gutes Licht auf die Sparkassen. Passive Produkte sind günstiger und schneiden langfristig besser ab. Außerdem ist ein geringerer Aufwand notwendig.

Aktive Fonds müssen regelmäßig überprüft werden. Der Manager kann falsche Entscheidungen über neue Aktien treffen. Vielleicht hält er zu lange an einem Wertpapier fest. Ein Neuling kann das kaum beurteilen, da es fundierte Kenntnisse der Börse benötigt.

Passive Fonds bilden einen Index nach. Sie machen nicht mehr, aber auch nicht weniger. Man könnte sagen: Als Anleger wissen Sie, was Sie in Ihrem Depot haben.

Ein Manager kann jederzeit eine Entscheidung treffen, die gegen seine bisherige Strategie verstößt. Der Aktionär ist auf die aktuelle Tagesform des Fondsverwalters angewiesen. Sie müssen hoffen, dass er sich für die richtigen Aktien entscheidet.

Bei ETFs spielen solche Überlegungen keine Rolle. Der DAX ist nach festen Kriterien zusammengestellt: Er besteht aus den 30 größten und umsatzstärksten Konzernen unseres Landes.

Da gibt es keinen Raum für Spekulationen. Deshalb können Sie mit einem langfristigen Sparplan ruhig schlafen. Sie sind nicht auf eine Einzelperson angewiesen.

 

In 5 Schritten zum ETF-Sparplan:

  1. Entscheiden Sie sich für 3 bis 6 Indizes. Einzelne Länder sollten zu höchstens 50 % gewichtet sein.
  2. Eine ETF-Position darf nicht größer als 30 % ausfallen.
  3. Legen Sie die monatliche Summe fest. Das Geld sollte über den kompletten Zeitraum vorhanden sein. Sie haben in 2 Jahren eine teure Anschaffung geplant? Der Sparplan sollte dennoch weiterlaufen und nicht einfach aussetzen.
  4. Definieren Sie einen festen Anlagezeitraum. Es sollten wenigstens 15 Jahre sein, längere Zeiträume von 25 Jahren sind zu empfehlen.
  5. Nach 20 Jahren werfen Sie wieder einen Blick in das Depot.

 

Mehr Aufwand ist mit Indexfonds nicht notwendig. So können Sie Ihr eigener Fondsmanager sein. Und das ganz ohne teure Gebühren!

 

Fazit: Deka Fonds Erfahrungen

Leider kann die Deka-Gruppe mit ihren Produkten nicht überzeugen. Positive Deka Fonds Erfahrungen halten sich in Grenzen. Der einzige Pluspunkt ist die Beratung vor Ort.

Man spricht mit einem echten Menschen. Doch dieser Service ist meiner Meinung nach keine jährlichen Gebühren von 1,5 % wert, geschweige denn einen 5-prozentigen Ausgabeaufschlag.

Ein passives Produkt wie ein Indexfonds (ETF) ist die cleverere Wahl. Hier können Sie Ihr eigener Fondsmanager sein und über 90 % der Kosten einsparen. Mit ETFs lässt sich eine individuelle Strategie in die Tat umsetzen.

1 Kommentar zu „Deka Fonds Erfahrungen – Top Investment oder gibt es noch Besseres?“

  1. Wolfgang Biller

    Die haben die Frechheit, trotz nennenswerter Verluste noch kräftige Gebühren zu verrechnen. Nie wieder, lasst die Finger von denen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.